beweisen


beweisen

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be|wei|sen [bə'vai̮zn̩], bewies, bewiesen <tr.; hat:
a) einen Beweis (für etwas) liefern, führen:
seine Unschuld, die Richtigkeit einer Behauptung beweisen; dieser Brief beweist gar nichts.
Syn.: belegen, nachweisen, zeigen.
b) erkennen, sichtbar, offenbar werden lassen:
Mut beweisen; ihre Kleidung beweist, dass sie Geschmack hat.
Syn.: zeigen, 2 zeugen von.

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be|wei|sen 〈V. 277; hat
I 〈V. tr.〉 etwas \beweisen einen Beweis für etwas liefern, etwas durch Beweis(e) glaubhaft machen, sichern, bestätigen ● jmdm. \beweisen, dass er Unrecht hat ● dieses Argument, diese Tatsache beweist noch gar nichts; er hat seine Aufrichtigkeit, seinen Mut oft bewiesen; eine Behauptung \beweisen; jmds. Schuld, Unschuld \beweisen; sein Verhalten beweist (mir, uns) seinen ehrlichen Willen ● etwas durch Belege, Urkunden \beweisen; diese Behauptung ist durch nichts zu \beweisen ● es ist längst bewiesen, dass ...; dieser Lehrsatz braucht nicht bewiesen zu werden, weil er sofort einleuchtet
II 〈V. refl.〉 sich \beweisen den eigenen Wert, die eigenen Kompetenzen unter Beweis stellen ● bevor man sie in der neuen Schulklasse vollends akzeptierte, musste sie sich zunächst einmal \beweisen; du musst dich niemandem \beweisen
[→ weise]

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be|wei|sen <st. V.; hat [mhd. bewīsen = belehren, zeigen, aufweisen]:
1. den Beweis (1) für etw. liefern, führen; nachweisen:
eine Behauptung, einen Lehrsatz, eine Formel, die Existenz Gottes b.;
seine Unschuld, die Richtigkeit einer Behauptung [durch Argumente, Urkunden, Zeugen] b.;
etw. wissenschaftlich b.;
es lässt sich [nicht mehr] b., dass er dort war;
dieser Brief beweist gar nichts;
der Angeklagten konnte die Tat nicht bewiesen werden;
ich habe ihm [dadurch, damit] bewiesen, dass er unrecht hat;
was zu b. war (bekräftigende Schlussformel nach einem durchgeführten Beweis).
2. einen Beweis (2) von etw. geben; erkennen lassen, zeigen:
seine Ablehnung beweist nur seine mangelnde Einsicht;
sie hat bei dem Unglück große Umsicht bewiesen.
3. <b. + sich>
a) mit bestimmten Leistungen seine Fähigkeiten, seine Befähigung für etw. unter Beweis stellen:
er wollte sich vor seinen Freunden b. und sprang von der Klippe ins Meer;
b) sich als etw. Bestimmtes erweisen, sich bestätigen, den Nachweis für etw. erbringen:
die Journalisten, die sich als hartnäckig bewiesen hatten, ließen sich nicht abweisen.

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be|wei|sen <st. V.; hat [mhd. bewīsen = belehren, zeigen, aufweisen]: 1. den ↑Beweis (1) für etw. liefern, führen; nachweisen: eine Behauptung, einen Lehrsatz, eine Formel, die Existenz Gottes b.; seine Unschuld, die Richtigkeit einer Behauptung [durch Argumente, Urkunden, Zeugen] b.; etw. wissenschaftlich b.; es lässt sich [nicht mehr] b., dass er dort war; Einmal wird es mir gelingen, deine Verbrechen zu b. (Dürrenmatt, Richter 80); Vor Gericht muss dem Chirurgen der Fehler bewiesen werden (Hackethal, Schneide 37); dieser Brief beweist gar nichts; dem Angeklagten konnte die Tat nicht bewiesen werden; ich habe ihm [dadurch, damit] bewiesen, dass er Unrecht hat; Trotz der Hitze machte Amery solche Wege zu Fuß. Er wollte sich b., dass er gesund war (Bieler, Mädchenkrieg 358); was zu b. war (bekräftigende Schlussformel nach einem durchgeführten Beweis); ∙ da alle Zeichen gegen sie beweisen (Schiller, Jungfrau V, 7). 2. einen ↑Beweis (2) von etw. geben; erkennen lassen, zeigen: seine Ablehnung beweist nur seine mangelnde Einsicht; er hat bei dem Unglück große Umsicht bewiesen; Unter dem Druck der Ereignisse hast du eine Reihe sehr guter Eigenschaften bewiesen (Stories 72 [Übers.], 32). 3. a) <b. + sich> mit bestimmten Leistungen seine Fähigkeiten, seine Befähigung für etw. unter Beweis stellen: für „harte Männer“, die sich b. wollen ... „ganze Kerle“ sind für Wildwasserfahrten in Kanada gefragt (Zivildienst 5, 1986, 20); Mag sein, dass es ... ratsam gewesen wäre, sich erst in der Oberliga zu b. (Rheinpfalz 7. 7. 84, 14); b) sich als etw. Bestimmtes erweisen, sich bestätigen, den Nachweis für etw. erbringen: die Ankunft mehrerer Herren ..., die sich durch Publikationen als Wissenschaftler bewiesen hätten (Grass, Butt 113); Angesichts dieser merkwürdigen Geographie ... beweise ich mich als einzigartig (Hofmann, Fistelstimme 242). ∙ 4. erweisen (3): Ihr habt dem Hut nicht Reverenz bewiesen (Schiller, Tell III, 2).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • beweisen — V. (Grundstufe) den Beweis für etw. erbringen Beispiele: Er konnte seine These nicht beweisen. Ihm wurde der Diebstahl bewiesen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass der Hund vom Wolf abstammt …   Extremes Deutsch

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  • Beweisen — Beweisen, die Gründe der Gültigkeit eines Urtheiles darlegen, s. Beweis …   Pierer's Universal-Lexikon

  • beweisen — ↑argumentieren, ↑demonstrieren, ↑dokumentieren …   Das große Fremdwörterbuch

  • beweisen — Vst. std. (13. Jh., Form 15. Jh.), mhd. bewīsen Vsw., mndd. bewisen Vsw. Stammwort Die starken Formen beginnen im 15. Jh. und setzen sich dann durch. Evtl. hat dabei ein älteres wīzan anrechnen mitgeholfen (auch in der Bedeutung ?). Das Wort… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • beweisen — [Aufbauwortschatz (Rating 1500 3200)] Auch: • belegen Bsp.: • Es wurde nie bewiesen, dass sie den Ring gestohlen hatte …   Deutsch Wörterbuch

  • beweisen — be·wei·sen; bewies, hat bewiesen; [Vt] 1 (jemandem) etwas beweisen jemandem mithilfe besonders von Tatsachen und Argumenten die Richtigkeit einer Behauptung, Vermutung o.Ä. zeigen ≈ nachweisen: Es lässt sich nicht mehr beweisen, ob der Angeklagte …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Beweisen — 1. Wer zu viel beweist, beweist nichts. – Simrock, 1071. Frz.: Qui prouve trop, ne prouve rien. (Lendroy, 1254.) *2. Er will sich golden beweisen und wird darüber zu Eisen. [Zusätze und Ergänzungen] 3. Beweisen macht wahr. (Schles.) 4. Was man… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • beweisen — 1. ausweisen, belegen, den Beweis/Nachweis erbringen, erweisen, nachweisen; (bildungsspr.): dokumentieren; (Papierdt.): unter Beweis stellen. 2. an den Tag legen, ausdrücken, bekunden, demonstrieren, erkennen lassen, zeigen; (geh.): Zeugnis… …   Das Wörterbuch der Synonyme